Auf ein Neues! Und vergessen wir das Alte nicht. Nicht ganz.

 

Ich habe eine neue Datei angelegt: "Tage, ab 2.1.2024". So hat alles seine, ihre und meine Ordnung. Ich hoffe, dass es für Sie und mich viel Erfreuliches und Gutes geben wird. Leider schleppt das neue Jahr Altlasten mit sich herum, politisch gesehen, weltpolitisch gesehen, unselige Kriege, die nicht einfach aufgehört haben zum 1.1.2024, wie sich das eigentlich gehört hätte für den Beginn eines neuen Jahrs.


Vier Menschen, die ich kannte und die Einfluss auf mein Leben hatten, sind 2023 gestorben. Einer von ihnen ist Harry Seibold, ohne den ich Weißenfels nicht kennengelernt hätte, Harry, der mir von der Sektkellerei Rotkäppchen an der Unstrut erzählt hat, Harry, ohne den es den Roman „Schweigenberg“ nicht geben würde. Ich bin dankbar für jeden Brief, jede Karte, die er mir schrieb, für seine wache Anteilnahme am politischen Geschehen, für die Telefonate und Treffen mit ihm.

 

Rilke schreibt:

Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.